Forschung (Historisches)

 

 

1. Bis zum 31. Januar 2013 war die "oddgroup" am  MPI für Chemie auf dem Gebiet der Kosmochemie tätig.

 

  2.  Die Untersuchungsmethode war insbesondere die Massenspektrometrie . Diese diente zur Besimmung von
     Häufigkeiten und Isotopenzusammensetzungen vor allem der Edelgase (Helium, Neon, Argon, Krypton und Xenon).
 

 

3.  Ein Schwerpunkt lag im Studium der präsolaren Körner ("Sternenstaub"). Diese kommen in geringen Mengen in
     den ursprünglichsten Meteoriten vor, aus denen sie mittels chemischer und physikalischer Trennmethoden
     isoliert werden können.

 

 

4.  Ein weiterer Schwerpunkt war das Studium von Edelgasen in Meteoriten vom Planeten Mars.

 

 

5.  Die Untersuchung der Edelgasgehalte von Meteoriten liefert auch Information über ihr Bestrahlungsalter, also die
     Zeit zwischen Verlassen des Mutterkörpers (in der Regel ein Asteroid) und Auftreffen auf die Erde.

 

     
  Nach dem Ausscheiden aus dem MPI für Chemie werden Arbeiten dieser Art in eingeschränktem Umfang in Zusammenarbeit mit den Partnern an der Universität Westungarn und den Universitäten in Heidelberg und Mainz weitergeführt  
     

 

Informationen:

 

 

- Übersicht über einige neuere Resultate

 

 

- Liste von Veröffentlichungen

 

 

- populärwissenschaftlicher Artikel in Sterne und Weltraum

 

  - populärwissenschaftlicher Artikel in Max-Planck-Forschung  
     

 

Einige aktuelle Projekte und Kollaborationen:

 

 

- Massenspektrometrische Untersuchungen von Spurenelementen in präsolaren Diamant-Körnern zum Verständnis
   des Ursprungs ihres Ursprungs und von Prozessen der Elementsynthese in Supernovae;
   teilweise in Kollaboration mit Universität Wien und ETH Zürich (
Eurogenesis-Projekt)

 

 

- Häufigkeit und isotopische Zusammensetzung von Edelgasen in Marsmeteoriten

 

  - r-Prozess Nukleosynthese: Modellrechnungen im HEW-Modell zur Erklärung solarer Häufigkeiten sowie
   Isotopenhäufigkeitsanomalien
 
  - Untersuchung von Edelgasen in Howarditen (Meteoriten wahrscheinlich vom Asteroiden Vesta). Das Ziel - in
   Verbindung mit der Weltraummission DAWN der NASA zur Vesta) - ist die Zuverlässigkeit anderer Kriterien für
   "wahres" Regolith-Material (auf der Oberfläche, dem Sonnenwind ausgesetzt) zu prüfen; Projekt in Zusammenarbeit
   mit NASA Johnson Space Center
 

 

- Untersuchungen über Vorbestrahlung von Chondren (zirka mm-große Schmelz-Kügelchen, die den chondritischen
   Meteoriten ihren Namen gaben) im frühen Sonnensystem;
   gefördert durch DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms
SPP 1385 "The first 10 million years..."

 

 

- Edelgase in Mikrometeoriten aus der Antarktis;
   gefördert durch DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms
SPP 1385 "The first 10 million years..." 

 

 

- Bestimmung von Landschaftsevolution (Freilegungsalter, Erosionsraten) in der Antarktis,
   mittels Bestimmung der Häufigkeit von kosmogen (= durch die kosmische Strahlung) gebildetem Neon;
   Kollaboration mit Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Hannover) und FZ Dresden-Rossendorf

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:

 

 

- Übersicht über einige neuere Resultate

 

 

- Liste von Veröffentlichungen