Forschung

 

 

1. Unsere Forschungstätigkeit ist auf dem Gebiet der Kosmochemie.

 

  2.  Als Untersuchungsmethode wenden wir insbesondere die Massenspektrometrie an. Damit bestimmen wir
     Häufigkeiten und Isotopenzusammensetzungen vor allem der Edelgase (Helium, Neon, Argon, Krypton und Xenon).
 

 

3.  Ein Schwerpunkt liegt im Studium der präsolaren Körner ("Sternenstaub"). Diese kommen in geringen Mengen in
     den ursprünglichsten Meteoriten vor, aus denen wir sie mittels chemischer und physikalischer Trennmethoden
     isolieren.

 

 

4.  Ein weiterer Schwerpunkt ist das Studium von Edelgasen in Meteoriten vom Planeten Mars.

 

 

5.  Die Untersuchung der Edelgasgehalte von Meteoriten liefert auch Information über ihr Bestrahlungsalter, also die
     Zeit zwischen Verlassen des Mutterkörpers (in der Regel ein Asteroid) und Auftreffen auf die Erde.

 

     

 

Informationen:

 

 

- Übersicht über einige neuere Resultate

 

 

- Liste von Veröffentlichungen

 

 

- populärwissenschaftlicher Artikel in Sterne und Weltraum

 

  - populärwissenschaftlicher Artikel in Max-Planck-Forschung  
     

 

Einige aktuelle Projekte und Kollaborationen:

 

 

- Verbesserung der Extraktionsmethoden für die säureresistenten präsolaren Körner

 

 

- Massenspektrometrische Untersuchungen von Spurenelementen in präsolaren Diamant-Körnern zum Verständnis
   des Ursprungs ihres Ursprungs und von Prozessen der Elementsynthese in Supernovae;
   teilweise in Kollaboration mit Universität Wien und ETH Zürich (
Eurogenesis-Projekt)

 

 

- Simulation des Einbaus der Spurenelemente in präsolare Diamanten mittels Ionenimplantation von Edelgasen in
   terrestrische Explosions-Nanodiamanten;
   Kollaboration mit Karpov-Institut für physikalische Chemie (Moskau) und Universität von Hawaii

 

 

- Suche nach Isotopenhäufigkeitsanomalien (z.B. in Selen) beim stufenweisen Auflösen von primitiven Meteoriten als
   Mittel der Suche nach säurelöslichen präsolaren Körnern

 

 

- Häufigkeit und isotopische Zusammensetzung von Edelgasen in Marsmeteoriten und Mineralseparaten daraus

 

  - r-Prozess Nukleosynthese: Modellrechnungen im HEW-Modell zur Erkärung solarer Häufigkeiten sowie
   Isotopenhäufigkeitsanomalien
 
  - Untersuchung von Edelgasen in Howarditen (Meteoriten wahrscheinlich vom Asteroiden Vesta). Das Ziel - im Hinblick
  auf die Weltraummission DAWN der NASA zur Vesta - ist die Zuverlässigkeit anderer Kriterien für "wahres" Regolith-
  Material (auf der Oberfläche, dem Sonnenwind ausgesetzt) zu prüfen; Projekt in Zusammenarbeit mit NASA Johnson
  Space Center
 
  -  Alter von präsolarem (Sternenstaub)-Siliziumkarbid; Projekt mit ETH Zürich und Washington University, St. Louis  

 

- Untersuchungen über Vorbestrahlung von Chondren (zirka mm-große Schmelz-Kügelchen, die den chondritischen
   Meteoriten ihren Namen gaben) im frühen Sonnensystem;
   gefördert durch DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms
SPP 1385 "The first 10 million years..."

 

 

- Edelgase in Mikrometeoriten aus der Antarktis;
   gefördert durch DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms
SPP 1385 "The first 10 million years..." 

 

 

- Bestimmung von Landschaftsevolution (Freilegungsalter, Erosionsraten) in der Antarktis,
   mittels Bestimmung der Häufigkeit von kosmogen (= durch die kosmische Strahlung) gebildetem Neon;
   Kollaboration mit Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Hannover) und FZ Dresden-Rossendorf

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:

 

 

- Übersicht über einige neuere Resultate

 

 

- Liste von Veröffentlichungen